Equipment Review – AF-S 300mm f/2.8G-ED VR

 

Als ich vor zwei Jahren von Canon zu Nikon umgestiegen bin, war meine grösste Sorge hinsichtlich der Objektive, wann ich mir auch das 300mm leisten konnte und vorallem, wie gut es sein würde. Das 2.8/300mm IS von Canon war schlicht und einfach grandios. Wenn alle meine Objektive von Canon so scharf und kontrastreich abgebildet hätten, ich glaube ich wäre nie auf den Gedanken gekommen zu Nikon zu wechseln. Das 300mm war und ist noch immer eines meiner Lieblingsobjektive in der Sportfotografie. Viele meiner besten Bilder vom American Football sind eben gerade mit dieser Brennweite entstanden.

Anfangs 2010 war es dann soweit. Ich konnte mein 300mm Objektiv zu einem guten Preis an eine deutsche Naturfotografin verkaufen und mir das Pendant von Nikon zulegen. Das Auspacken von neuem Nikonmaterial ist immer wieder von positiver Aufregung begleitet. Auch diesmal war es nicht anders. Also, sofort Schachtel geöffnet und den Inhalt auf dem Tisch ausgebreitet. Als Erstes fiel mir der praktische Köcher auf. Ganz anders als bei Canon, die schon das 300mm in einem an ein Beautycase erinnernden Koffer liefern. Dieser Koffer ist leider sehr unhandlich und im Gegensatz zu anderen Objektivkoffern auch nicht als Sitz zu gebrauchen, da er schlicht und einfach zu klein ist. Gut, der Objektivköcher von Nikon kann auch nicht als Sitz verwendet werden, aber wenigstens ist der Transport um einiges angenehmer. Nun aber zum Objektiv…
Es ist etwas kleiner und kompakter als dasjenige von Canon. Leider aber nicht unbedingt leichter. Natürlich ist es schwarz und es hat eine Streulichtblende aus Carbon. Ich möchte echt nicht wissen was die als Ersatzteil kosten würde… Soweit also der erste, optische Eindruck. Was aber zählt sind ja auch hier wieder mehr die inneren Werte.

Die optische Qualität des AF-S 2.8/300mm ist schlicht atemberaubend. Das war meine erste und wohl wichtigste Erkenntnis, nachdem ich die ersten Testaufnahmen geschossen hatte. Welch grosse Erleichterung. Das Objektiv zeichnet schon bei Offenblende bis in die Ecken scharf und kontrastreich, genauso wie ich es schon vom Canon gewohnt war. Und selbst mit einem 1.7fach Konverter und leicht abgeblendet (f/5.6 oder f/6.4) liefert das Objektiv fantastische Ergebnisse. Gerade für Flugreisen hat man mit dieser Kombi ein fantastisches 5/500mm.

Auch mechanisch gibt es nichts zu krititsieren. Alle Bedienelemente sind leicht zu bedienen, machen aber einen sehr wertigen Eindruck. Positiv überrascht war ich aber vom „Schalter“ für den Bildstabilisator. Dieser Schalter ist ein Ring, den man auch blind, also mit der Kamera am Auge leicht findet und umstellen kann – auch mit Handschuhen! Sehr gut, da man mit dem AF-S 300mm sehr mobil ist und das Fotografiern aus der Hand ermöglicht.

Fazit: Das Zittern vor dem Umstieg war unbegründet. Das AF-S 2.8/300mm ist dem Canon absolut ebenbürdig und liefert, sofern der Fotograf mitspielt, absolute Traumergebnisse. Viele meiner Surffotos vom North Shore vom vergangenen Dezember sind gerade mit diesem Objektiv in Verbindung mit dem 1.7fach Telekonverter entstanden…

Mittlerweile hat Nikon das AF-S 300mm überarbeitet und mit einem Bildstabilisator der 2. Generation ausgestattet. Praktische Erfahrungen zu diesem Objektiv habe ich keine, doch was man so im Internet darüber findet, hört sich ebenfalls sehr gut an.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s