Equipment Review – 24-70mm f/2.8G ED AF-S NIKKOR

Der Brennweitenbereich 24-70mm deckt den klassischen Reportagebereich ab. Für die Action in der Sportfotografie ist es meiner Ansicht nach weniger Interessant. Oftmals „nach Oben“ zu kurz, „nach Unten“ jedoch zu lang für wirklich interessante Perspektiven oder einfach für Übersichten. Dennoch gehört gerade dieses Objektiv in jede Fototasche. Also ein „Must have“ für Sport- und andere Journalisten.

Ich hatte auch das Pendant von Canon, und, um ganz ehrllich zu sein, ich war nicht gerade sehr zufrieden damit. Ich weiss aber, dass es bei Canon gerade bei diesem Objektiv eine sehr grosse Serienstreuung gab. Wahrscheinlich hatte ich damals einfach Pech gehabt. Doch lassen wir die Canon Vergangenheit ruhen und wenden wir uns der Gegenwart zu.

Halt, doch nochmals kurz zurück zum Canon Pendant. Dieses erscheint mir im Gegensatz zum Nikkor etwas klobiger und schwerer, was allerdings daher rührt, dass das Nikonobjektiv etwas länger und somit auch schlanker gehalten ist. Ob diese Tatsache gut oder schlecht für das Handling ist, muss jeder für sich selber entscheiden. Unbestritten ist aber die mechanische Qualität des Nikkors. Entfernungs- und Zoomring laufen seidenweich und die Sonnenblende bleibt auch in praktisch jeder Situation dort wo sie hingehört. Das Finish ist ebenfalls einwandfrei – man mag es oder man mag es nicht. Doch auch bei diesem Objektiv zählen nicht die äussern, sondern die inneren Werte. Die sind schliesslich für das Endprodukt verantwortlich und darum geht es ja bekanntlich in der Fotografie: um das Bild.

Die optische Qualität ist ebenfalls Weltklasse. Das Objektiv zeichnet schon bei Offenblende scharf, zumindest in der Bildmitte (ja ich weiss, aber in der Sportfotografie ist nunmal die Bildmitte sehr wichtig). Abblenden auf Blende 4 oder 4.5 verbessert die Bildschärfe hin zum Rand aber nochmals ganz wesentlich. Ab Blende 5.6 sind keine Unterschiede mehr feststellbar. Ein weiterer kritischer Punkt bei Zoomobjektiven ist ja immer auch die Streulichtempfindlichkeit. Diese hält sich durch die schon oben erwähnte, sehr gute Streulichtblende in Grenzen und wenn man ein wenig auf den ungünstigen Lichteinfall achten kann, hat man hier kaum Probleme. Ganz ohne geht es in kniffligen Situationen zwar nicht, doch man kann die Reflexe beherrschen.

Das 2.8/24-70mm von Nikon ist eines von zwei Nikkoren, von denen ich zwei Exemplare in meinem Besitz hatte. Das Erste fand ja in Vietnam einen neuen Besitzer (siehe mein Beitrag zur D300). Im Gegensatz zum 14-24mm kann ich aber bei diesem Objektiv mit gutem Gewissen behaupten, zwischen den beiden Exemplaren keinen Unterschied festgestellt zu haben. Hier scheint mir also keine gravierende Serienstreuung vorhanden zu sein.

Bin ich also alles in allem rundum zufrieden? Im Prinzip ja, wäre da einfach nicht der für die Sportfotografie doch recht eingeschränkte Einsatzbereich. Deshalb bleibt mir hier nur folgendes Fazit: Ein von der Mechanik und Optik her einwandfreies Objektiv, welches in jede Fototasche (mit Zoomobjektiven) gehört. Die Einsatzmöglichkeiten müssen halt geschaffen werden.

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