Besondere Techniken in der Modelfotografie (Jamari Lior)

Neue Wege in der Modelfotografie

Mein Ziel in der Peoplefotografie ist es, mich bei jedem Shooting zu verbessern und einen Schritt weiter zu kommen. Sei es beim Outfit, dem Makeup, dem Setup oder der Location und natürlich bei der Lichtsetzung. Um dieses Ziel zu erreichen, bin ich oft im Web unterwegs, wo ich mich von guten und sehr guten Fotografen inspirieren lasse. Daneben gibt es auch diverse Bücher über die Fotografie und die Bildbearbeitung, in denen man sich viele Ideen holen kann. In diesem Blog nun möchte euch ein Buch vorstellen, welches aus meiner Sicht einen sehr kreativen und in der heutigen Zeit wohl auch eher aussergewöhnlichen Weg einschlägt. Die Rede ist von Jamari Lior‘s Buch „Besondere Techniken in der Modelfotografie“. An dieser Stelle noch der Hinweis, dass ich mir das Buch selber gekauft habe und diese Rezension völlig unabhängig von der Autorin oder dem Verlag schreibe.Jamari

Zur Person

Jamari Lior hat sich unter anderem einen Namen als Fotografin für Fashion, Portrait, Beauty, Glamour, Fantasy, Gothic, Retro, Pin-up, Editorial und Events gemacht, besitzt mehrjährige Erfahrung als Fotomodell im In- und Ausland, hat mehrere Bücher zum Thema „Medien“ veröffentlicht und zum Dr. phil. mit einem fotobezogenen Thema promoviert. Sie selbst bezeichnet sich scherzhaft als „stillos“, denn einem bestimmten Stil zu folgen wäre ihr zu langweilig. Eines ist aber durchgängig in ihren Werken zu sehen: Sie scheuen keine grossen Gesten. Um sie adäquat umzusetzen, arbeitet Jamari Lior mit vielfältiger Ausstattung, leuchtenden Farben und gefühlvollen Posen. Die Fotokünstlerin versteht es zu zeigen, wie Sie Bildideen mit Hilfe von vielfältiger Ausstattung, leuchtenden Farben und gefühlvollen Posen adäquat umsetzen können.

Zum Inhalt

In dem Buch geht es, wie der Name schon vermuten lässt, um Techniken, die zu aussergewöhnlichen Bildergebnissen führen. Teilweise kommen einem die eingesetzen Methoden und Hilfsmittel zwar kurios vor, aber wenn man sich die Beispielbilder von Jamari ansieht, bekommt man Lust, all diese Dinge selber einmal auszuprobieren.

Was aber ist so aussergewöhnlich an Jamaris‘ Techniken? Sie arbeitet mit Schleifenbändern ausserhalb der Schärfenebene, nutzt zerbrochene Filter oder beschmiert und bemalt Filter mit Butter oder Wasserfarbe. Aber auch weniger aussergewöhnliche Techniken wie das Schwenken, Zoomen und mehrfach Blitzen bei langen Verschlusszeiten werden vorgestellt. Alle diese Techniken führen, nach ein wenig Übungszeit, zu Bildergebnissen, die sich so nur schwer in der Bildbearbeitung umsetzen lassen. Nur schwer umsetzen lassen bedeutet ja nun nicht, dass es nicht möglich wäre. Auch das wird in dem Buch nicht verschwiegen und deshalb sehr ausführlich erklärt.

Natürlich kreiert Sie damit einen ganz speziellen und in gewissem Sinn auch eigenen Bildstil, den man so nicht für alle Bilder einfach übernehmen und umsetzen kann. Deshalb ist es enorm wichtig zu wissen, welche Technik zu welchen Bildern passt. Auch diese Frage bleibt nicht unbeantwortet.

Das Buch ist gespickt mit tollen Bildern, die alleine schon reichen, die eigene Kreativität und Experimentierlust auszuleben. Zuweilen wünscht man sich fast, das Buch würde kein Ende finden und noch mehr von diesen tollen Bildern zeigen.

Zusammenfassung

Dieses Buch bietet keine Schritt für Schritt Anleitungen und die Grundlagen der Fotografie und der Bildbearbeitung müssen vorhanden sein. Dafür wird viel Wert darauf gelegt zu zeigen, dass die Fotografie mit ausgefeilten Ideen, Motiven, Techniken und dem daraus resultierenden Aufwand das Bild macht. Die Bildbearbeitung tritt in den Hintergrund, wird aber dennoch nicht vernachlässigt. Das Buch macht einfach Spass und so sollte es auch sein.

Leider hatte ich noch keine Gelegenheit, die eine oder andere Technik selber auszuprobieren, doch für mich ist klar, ich werde dies bestimmt in den nächsten Monaten noch sehr ausgiebig tun.

Wer sich selber ein Bild über Jamari Lior machen will, kann dies auf Ihrer Website oder auf ihrer Facebook-Seite  tun.

Fazit

Wer sich in der Fotografie weiter entwickeln will, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Deshalb UNBEDINGT EMPFEHLENSWERT!

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