Ist die Irrfahrt zu Ende?

Nach fast einem Jahr, in dem ich mich auf die Suche nach einem geeigneten und vor allem für mich passenden Webauftritte machte, hoffe ich jetzt, endlich am Ziel angekommen zu sein.

Doch der Reihe nach. Ende 2012 habe ich ein Zwischenfazit betreffend meiner Internetpräsenz gezogen. Dabei musste ich feststellen, dass meine Beiträge auf WordPress um einiges besser gelistet wurden als meine Bilder auf Photoshelter.com, einem internationalen Dienstleister, spezialisiert auf Foto-Webseiten. Es lag also nahe, meinen Schwerpunkt vermehrt auf WordPress zu legen. Angenehmer Nebeneffekt war natürlich auch, dass mich das einiges günstiger kommen würde. WordPress.com ist kostenlos, bei Photoshelter musste ich für meinen damaligen Account immerhin rund CHF 350.- / Jahr bezahlen. Ok, nicht ganz fair. Die Leistungen bei Photoshelter sind um einiges umfangreicher als bei WordPress, dennoch ein Fakt.

Wordpress ThemeDer Umstieg fiel mir relativ leicht, obwohl die Wahl des geeigneten Themes nicht ganz so einfach war. Leider musste ich schon nach wenigen Wochen feststellen, dass WordPress zwar eine klasse Plattform für einen Blog ist, aber nicht unbedingt meine Anforderungen an eine Portfolio Webseite erfüllen konnte. Also wieder zurück zu Photoshelter? Dieser Gedanke gefiel mir nicht so recht und so habe ich nach Alternativen Ausschau gehalten. Eine dieser Alternativen war eine selbst gehostete Seite auf WordPress.org. Glücklicherweise bot mein Internet Provider eine WordPress Installation an, so dass zumindest die Frage nach dem Host meiner neuen Webseite schnell geklärt war. Die Installation ging sehr einfach über die Bühne, so dass ich mich (wieder einmal) um ein geeignetes Theme kümmern konnte. Die Auswahl ist riesig, das Passende zu finden leider nicht ganz so einfach. Man hat ja so seine Vorstellungen betreffend Design. Auch die Benutzerführung muss den eigenen Vorstellungen entsprechen und vor allem ihren Sinn und Zweck erfüllen. Das erste Theme, welches ich ausgewählt hatte, konnte zwar beim Design überzeugen, fiel jedoch bei allen anderen Punkten durch. Auch beim zweiten Versuch war ich nicht unbedingt erfolgreicher. Erst beim dritten Theme hatte ich das Gefühl, jetzt passt es.

Das Problem bei den WordPress Themes ist, dass man diese immer erst bezahlen muss, bevor man sie herunterladen und mit eigenem Content füllen kann. Die meisten Anbieter zeigen zwar eine recht umfangreiche Livedemo, oftmals zeigen sich die „Knackpunkte“ jedoch erst später, wenn man die Seite nach seinen Vorstellungen konfiguriert und vor allem eben auch mit eigenem Content füllt. Wie gesagt, zu Beginn hat alles gepasst. Doch dann, im Laufe der Zeit, wurde ich immer unglücklicher damit. Das fing damit an, dass ich das Menü nicht so gestalten konnte, wie ich es wollte und endete schliesslich in den Galeriedarstellungen, die so gar nicht meinen Vorstellungen entsprachen. Natürlich sucht man in so einer Situation erst einmal nach Lösungen und Workarounds, aber irgendwann kommt man halt auch damit an seine Grenzen. Was also tun? Noch einmal von Vorne beginnen? So eine Seite ist ja trotz den gemachten Erfahrung nicht einfach von heute auf morgen anzupassen. Die Unzufriedenheit war jedoch zu gross und vor allem stieg sie noch von Tag zu Tag.

Also noch einmal zurück an den Start und von Vorne beginnen.

Mein Entschluss stand also fest. Ich fange noch einmal von Vorne an. Zusammen mit meiner Frau habe ich hunderte von WordPress Themes angeschaut und verglichen. Die Anforderungen waren klar. Im Vordergrund steht die Präsentation meiner Bilder. Alles Andere ist schön und gut, darf aber die Wirkung der Bilder nicht beeinflussen.

goodshots on smugmugIch weiss zwar nicht mehr ganz genau, wie viele Stunden wir mit der Suche verbracht haben, aber es sind einige zusammengekommen. Zum Schluss blieben dann noch etwa 3 übrig, wovon ich mich für eines entscheiden musste. Die Wahl fiel mir letztendlich jedoch leicht und so kaufte ich ein weiteres Theme für etwas 40.- Euro. Die Konfiguration ging mir mittlerweile recht einfach von der Hand und immer wenn ich irgendwo anstand, fand ich schnell einen Workaround. Ja, ich war richtig glücklich mit meiner Seite und dachte, jetzt passt es.

Es hat auch gepasst, bis zu jenem Moment, in dem ich aus Zufall nicht am gleichen Ort mit der Maus hingeklickt hatte. Das Resultat war eine völlig andere Darstellung meiner Bilder. Eine Darstellung, die mir so überhaupt nicht gefallen konnte. Eine Lösung, dieses Verhalten zu ändern gab es leider nicht. Gut, wäre es nur bei diesem einen Problem geblieben, hätte ich wohl damit leben können, zumal mir der Theme-Support zusicherte, bei einem der nächsten Updates dieses Verhalten eventuell zu ändern. Leider tauchten aber mit der Zeit noch andere Dinge auf, so dass mein Frust, wie schon beim ersten Theme, mit jedem weiteren Tag stiegen. Oben habe ich ja schon kurz angedeutet, dass man über einige Sachen erst stolpert, wenn man die Seiten mit eigenem Inhalt füllt. Dazu gehört auch das Verhalten der Galerien beim Öffnen. Galerien öffneten sich fächerartig. Die Erste von Oben nach Unten, die Mittleren eben von der Mitte aus nach Oben und Unten, und die Letzten von Unten nach Oben. Befinden sich nun in einer dieser letzten Galerien nur 3-4 Bilder, starrt man auf einen weissen Bildschirm. Man musste schon bewusst nach Oben scrollen, wollte man die Vorschaubilder dieser Galerie sehen. Dies sind nur 2 von mehreren Problemen, die mir nicht gefallen haben. Doch mit diesen Einschränkungen wollte ich nicht leben.

Und wieder einmal stand ich vor der Entscheidung, damit zu leben oder eben den Stecker zu ziehen. Mittlerweile war fast ein Jahr vergangen, das Jahr 2013 neigte sich langsam dem Ende zu und ich hatte noch immer keine wirklich funktionierende Webseite. Was aber tun? Schliesslich bin ich Fotograf und nicht Webseiten-Entwickler. Mir war klar, dass ich wohl bei WordPress keine (für mich) passende Lösung finden würde. Aber zurück zu Photoshelter wollte ich im Prinzip aufgrund des Geldes auch nicht. Also musste ich mich nach Alternativen umschauen. Nach ein wenig Internetrecherche standen die Dienste ‚Photoshelter.com‘, ‚Livebooks.com‘, ‚Zenfolio.com‘ und ‚Smugmug.com‘ zur Auswahl. Entschieden habe ich mich nach eingehender Prüfung dieser Dienste für ‚Smugmug.com‘.

Das Schöne an den oben erwähnten Diensten, man kann sich für eine 14-tägige Testphase anmelden und die Webseite entsprechend den eigenen Vorstellungen aufbauen und mit Inhalt füllen. Schon nach rund 7 Tagen „stand“ meine Seite. Und zwar genau so, wie ich es mir vorgestellt habe. Die Bilder werden jetzt endlich so dargestellt, wie ich es immer wollte. Ich bin angekommen. Zumindest hoffe ich das zum heutigen Zeitpunkt.

Ist es das jetzt? Ich weiss es nicht. Wie sollte ich auch, nach rund 2 Wochen. Aber ich bin mir praktisch zu 95% sicher, dass es die richtige Entscheidung war und es sich gelohnt hat, noch einmal, ein drittes Mal in den sauren Apfel zu beissen und von Vorne zu beginnen. Dennoch, zeigen wird es nur die Zukunft.

Wieso ich mich für Smugmug entschieden habe und wo die Unterschiede zu den 3 anderen Diensten liegen, wird dann Thema eines nächsten Blogposts sein.

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