It‘ a long way

Biarritz

Dieses Bild habe ich anfangs Oktober während des ASP-Surfworldcups gemacht. Es war einer jener Tage, an denen nicht gesurft werden konnte. Wir nutzten deshalb die Zeit und sind nach Biarritz gefahren. Von Hossegor ist das nur rund eine halbe Stunde mit dem Auto. Glücklicherweise hat das Wetter einigermassen gepasst und auch die Ebbe war noch ganz am Anfang. Wie so oft in letzter Zeit, habe ich auch dieses Mal eine Langzeitbelichtung gemacht. Die Belichtungszeit betrug rund 12 Minuten.

Biarritz unbearbeitet

So auf den ersten Blick nichts spektakuläres. Ich war aber von Anfang an fasziniert von diesem Felsen und wusste, da steckt Potenzial drin. Nach der Rückkehr in unsere Ferienwohnung habe ich gleich ein wenig herum-experimentiert und schon bald gesehen, wie ich das Bild in der Schlussbearbeitung haben wollte. Dennoch sollte es noch rund zwei Monate dauern, bis ich endlich soweit war. Das lag einerseits daran, dass auf dem Sensor meiner Kamera unglaublich viel Staub und Dreck war, andererseits hatte der Himmel schon im Original sehr wenig Struktur, was sich sehr unschön bei der Schwarzweiss-Konvertierung bemerkbar machte. Die Harmonie ging einfach verloren. SensorfleckenDas Problem mit den Wolken war relativ einfach zu lösen (dachte ich zumindest am Anfang). Irgendwo in den Untiefen meiner Festplatte hatte ich noch Fotos mit interessanten Wolkenfomationen. Doch zuvor musste ich mich dem Sensordreck annehmen. Hier lag die Schwierigkeit, dass ich die Flecken erst nach der Umwandlung in Schwarzweiss (mit SilverEfex Pro 2) sehen konnte. Dann war es aber einerseits zu spät, diese noch sauber zu entfernen (zumindest für jemandem mit meinen Photoshop-Kenntnissen) und andererseits hat mich die schiere Menge an Flecken auch abgeschreckt. Glücklicherweise können wir heute auf einen riesigen Erfahrungsschatz im Internet zurück greifen. Nach kurzer Recherche bin ich auf den Blog von Tanja Ghirardini gestossen. Sie hat dazu einen interessanten Beitrag zu diesem Thema geschrieben. In diesem Artikel habe ich dann auch die Photoshop-Action von Andreas Resch gefunden. Damit konnte ich das Problem recht einfach lösen.

Blieben also nur noch die Wolken. Wie gesagt, schien das am Anfang das kleinere Übel zu sein. Dennoch musste ich einige Zeit investieren, bis es dann wirklich gepasst hat. Winkel, Bewegungsunschärfe, Anzahl und Stärke müssen auf die vorhandene Stimmung angepasst werden. Man muss also schon etwas experimentieren. Ach ja, und an alle Puristen da draussen: Logisch versuche ich das Bild schon bei der Aufnahme komplett zu erstellen. Aber bei dieser Art Bilder, welche in der Post doch recht stark nachbearbeitet werden, kann man das Hinzufügen von Wolken sicher akzeptieren.

So habe ich es also nach rund zwei Monaten doch noch geschafft, das Bild fertig zu stellen. Zum Schluss bin ich mehr als zufrieden mit dem Ergebnis. Ich denke, es kann sich sehen lassen.

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