AF-S Nikkor 50mm 1:1.8 G

Fotografen (Fotografinnen selbstverständlich mit eingeschlossen) sind schon eine ganz spezielle Clientel. Obwohl man in der Fototasche mehr als genügend an Ausrüstung mit sich herumschleppt, will man doch immer mehr und informiert sich über neues Equipment. Ok, manchmal nimmt das dann schon etwas skurrile Formen an, aber darauf möchte ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen (wäre zwar einmal ein kurzer Beitrag wert. Mal schauen…).

Der Fotograf
Der Fotograf

Nun, für mich ist das alles einfach Werkzeug, welches ich (manchmal) brauche, um meine Bildideen umsetzen zu können. Werkzeug, nicht mehr und nicht weniger (ok, manchmal vielleicht auch etwas mehr…). Nichtsdestotrotz beobachte ich natürlich den Markt und kaufe mir halt schon auch ab und zu etwas Neues. Egal, ob es sich um Kameras, Objektive, Blitze oder was auch sonst immer handelt.

Zuerst eine kurze Zwischenbemerkung: Auch wenn sich dieser Beitrag wie ein Testbericht liest, verzichte ich ganz bewusst auf das Zeigen von Testfotos oder mache irgendwelche Angaben zu Test- und Messwerten. Davon gibt es im Internet genügend andere Seiten und ich verweise hier einfach mal auf Google.

Vor kurzem nun kam bei der Vorbereitung eines Shootings der Wunsch auf, ein lichtstarkes Objektiv im Weitwinkel-/Normalbereich einzusetzen. Da denkt man natürlich sofort einmal an ein 1.4/24mm oder an ein 1.4/35mm. Leider sind beide Linsen eher im Hochpreissegment angesiedelt und liegen derzeit nicht gerade in meinem Budgetrahmen. Was also tun? Ich entschloss mich deshalb, einen Blick auf die sogannte Normalbrennweite 50mm zu werfen. Zur Auswahl standen mir letztendlich

  • das AF-S Nikkor 50mm 1.4 G
  • das AF-S Nikkor 50mm 1.8 G und
  • das Sigma 50mm 1.4 DG HSM art.

Aus der Vergangenheit wusste ich, dass ich diese Brennweite wahrscheinlich nicht allzu häufig nutzen werde. Deshalb fiel das Sigma relativ schnell aus der Auswahl. Der Preis von rund CHF 800.- schien mir einfach zu hoch. Diese Entscheidung hat überhaupt nichts mit der Qualität des Sigma Objektivs zu tun, sondern begründete einzig und allein auf einem Kosten/Nutzen Gedanken.

Nikkor AF-S 50mm 1:1.8G
(Quelle: Nikon Schweiz)

Blieben also noch die beiden Standardbrennweiten von Nikon. Ich muss zugeben, grundsätzlich Nikon-Objektive vorzuziehen, auch wenn es mittlerweile einige gute bis sehr gute Alternativen von Fremdherstellern gibt. Und ja, ich bin mir durchaus bewusst, dass einige Fremdhersteller sagenhafte Objektive produzieren. Allerdings ist bei diesen Linsen dann auch der Preis oftmals sagenhaft und/oder die Objektive verfügen über keinen Autofokus. Da stellt sich mir dann schon die Frage, wieso soll ich mir so etwas antun? Aber zurück zu meiner Entscheidungsfindung.
Nach dem Wegfall des Sigmaobjektivs blieben also nur noch die beiden Nikkore. An dieser Stelle muss ich gleich noch etwas zugeben. Wenn ich mich zwischen einer Anfangsblende von 1.4 und 1.8 entscheiden muss, wähle ich eigentlich schon fast grundsätzlich blind die Blende 1.4. Klingt jetzt ein wenig doof, ist aber so. Auch beim 50mm habe ich deshalb lange mit dem 1.4/50mm geliebäugelt, bin dann aber doch noch umgeschwenkt. Im Netz gibt es einfach zu viele Empfehlungen für den „kleinen Bruder“, als dass sich die teuerere Variante gelohnt hätte.

Und so wurde es dann Tatsache, dass ich mit dem 1.8/50mm wohl das günstigste Objektiv meiner bisherigen Karriere gekauft habe. Mittlerweile hatte ich es auch schon einige Male im Einsatz, zuletzt beim Shooting mit Lena. Doch der Reihe nach. Wenn man sich Brennweiten bis zu 600mm gewohnt ist oder auch sonst eher mit grossen, schweren Optiken wie dem 2.8/24-70mm oder dem 1.4/85mm arbeitet, erschrickt man doch beim Auspacken des Objektivs. Klein und leicht, um nicht zu sagen, Plastikspielzeug. Sobald man das Ding aber an der Kamera angesetzt hat und anfängt zu fotografieren, wird einem schnell bewusst, dass man da für das wenige Geld viel bekommt. Es ist klein, leicht und liefert schon bei Blende 1.8 wunderbare Ergebnisse. Klar, und hier noch einmal, es gibt bessere Objektive auch in diesem Bereich. Die Resultate haben mich dennoch überzeugt und ich bin der Meinung, in der Fotografie soll nicht immer alles zu perfekt sein. Ansonsten wird es schnell einmal steril, und das will man dann ja auch nicht.

Mein Fazit zum Schluss also: Wer auf der Suche nach einer Normalbrennweite ist und dafür nicht das halbe Bankkonto leeren will, kann, darf, sollte unbedingt einen Blick auf dieses AF-S Nikkor 50mm 1:1.8G werfen. Du wirst es nicht bereuen.

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