Taschenfreak

Zugegeben, ich habe einen Taschen-Tick. Nicht nur, wenn es um die Fotografie und somit den Transport der Ausrüstung geht. Auch mein „Privatleben“ wurde immer wieder durch neue Taschen und Rucksäcke bereichert.

Nun, wenn es um den fotografischen Bereich geht, kenne ich praktischen keinen Fotografen, dem es nicht ähnlich oder genauso geht. Das Dilemma ist vielschichtig.
f-stop TilopaSehr oft sehen Fototaschen aus wie Fototaschen, gross, klobig, unhandlich. Das Gleiche gilt natürlich immer auch für Rucksäcke. Gerade Fotografen, welche oft in fremden Ländern unterwegs sind, legen grossen Wert darauf, dass man nicht schon auf den ertsten Blick sieht, dass da eine teure Fotoausrüstung durch die Gegend getragen wird.
Fototaschen sind entweder zu gross oder zu klein. Zu kleine Taschen haben natürlich den nicht zu unterschätzenden Gewichtsvorteil, man muss seine Ausrüstung aber mit Bedacht auswählen, um wirklich das benötigte Equipment dabei zu haben. Will man dieses Risiko nicht eingehen und entscheidet sich für eine grössere Tasche, kann einem das Gewicht mit der Zeit schon zu schaffen machen.

Es gibt noch weitere Punkte, doch in meinen Augen sind das die Wesentlichen. Man beobachtet also den Markt und sobald eine neue, vielsprechende Tasche in den Handel kommt, schlägt man zu. So stapelt sich im Laufe der Jahre ein ganz schöner Berg an Taschen (oder eben Rucksäcke). Von einigen habe ich mittlerweile wieder getrennt, andere begleiten mich schon länger und kommen mal mehr mal weniger zum Einsatz oder sie fristen ein Dasein in der Taschenablage in der Hoffnung, eines Tages wieder reaktivert zu werden.

Aktuell besitze ich zwei Stücke, die genau dies durchleben. Das eine ist ein Rucksack der Firma Lowepro, das andere ein Rollkoffer von ThinTankICU Photo. In den letzten Monaten habe ich beide nicht sehr oft verwendet. Der Grund liegt im absolut genialen System der US-amerikanischen Firma f-stop. F-stop hat sich auf Rucksäcke für den Outdoorbereich spezialisiert. Sehr viele Actionsport-Fotografen greifen darauf zurück. Was aber ist denn so gut an deren Produkten? Es ist einerseits der Rucksack, welcher durch einen aussergewöhnlichen Tragekomfort brilliert und auf der anderen Seite sind es die Einsätze, welche die Ausrüstung sicher und schonend vestauen lässt. Diese Einsätze, die sogenannten ICUs (Internal Camera Units) gibt es in verschiedenen Grössen und lassen sich entsprechend wunderbar an das eigene Equpment anspassen. Ich habe mir z.B. jetzt 2 solcher ICUs gekauft und entsprechend 2 Sets an Fotoequipment zusammen gestellt. Je nach dem was ich fotografieren will, packe ich das eine oder das andere ICU in meinen Rucksack und los geht’s.

Aber ich schweife wieder einmal ab. Denn eigentlich wollte ich heute darüber schreiben, wie ich meinen Rollkoffer wieder entstaubt habe und neu für meine Blitzausrüstung verwenden kann. Ich besitze mehrere Kompaktblitzgeräte von Elinchrom. _DSC4373Unter anderem 2 Stk D-Lite RX One, einen D-Lite RX 2 und einen BRX-500. Und, seit letztem Freitag auch einen Quadra ELB-400 für unterwegs. Da ich nie ein Set von Elinchrom gekauft habe, bin ich natürlich auch nicht im Besitz einer entsprechenden Tasche oder eines Koffers. Aber irgendwie müssen die Blitze ja sicher und schonend transportiert werden. Also habe ich den Entschluss gefasst, der Rollkoffer von ThinkTank muss dafür herhalten. Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, haben zwar nicht alle aufgezählten Blitze Platz gefunden. Da ich aber in naher Zukunft sowieso nur noch den ELB400 mitnehmen möchte, gibt es noch reichlich Reserve.

Aktuell im Koffer ist der ELB400 samt Akku, das Ladegerät, der Blitzkopf plus zusätzlichem Adapter für Lichtformer, ein D-Lite One und der D-Lite 2. Ebenfalls Platz gefunden haben alle benötigen Kabel, der Skyport HS, eine Ersatzlampe für den D-Lite One, zwei Pocket Wizards als Backup, Belichtungsmesser, Graukarte und was man halt sonst noch so an Kleinzeug braucht.

Und das Gute, der Rollkoffer ist sogar Airline tauglich und durch die sehr guten Rollen auch extrem bequem zu ziehen. Also alles im grünen Bereich? Ja, absolut, wenn da nur nicht die total coolen Taschen der Firma Compagnon wären. Aber zum Glück sind diese nicht gerade günstig und so werde ich mir wohl in absehbarer Zeit keine neue Tasche kaufen (müssen). Recycling hat doch seine guten Seiten.

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