Quiksilver Pro / Roxy Pro 2016 France

Zum vierten Mal sind wir nun anfangs Oktober nach Hossegor an die französischen Atlantikküste gereist, um beim Quiksilver Pro bzw. Roxy Pro dabei zu sein. Das erste Jahr (2013) waren wir eine Woche dort und ich muss sagen, es war die bis anhin Genialste. Damals hatte einfach alles gepasst: das Wetter, die Wellen und die Surf-Action. 2014 waren wir ebenfalls eine Woche vor Ort, und auch damals ging mächtig die Post ab. 2015 sind wir dann erstmals für 2 Wochen nach Frankreich gereist, was allerdings damit zusammenhing, dass zum ersten Mal nicht nur die Männer sondern auch die Frauen praktisch zur gleichen Zeit in Hossegor surften. Vom Wetter her waren es wohl die wärmsten zwei Wochen, die wir bisher dort verbracht haben. An manchen Tagen kletterte das Thermometer bis auf 30 Grad. Kurze Hosen und Flipflops gehörten so natürlich zur Standardausrüstung und liessen so richtig das Gefühl vom „Endlesssummer“ aufkommen. Was die sportliche Seite anbelangte, mussten wir einiges an Geduld aufbringen. Die meisten Heats wurden erst in der zweiten Woche ausgetragen. Nachfolgend eine kleine Auswahl der entstandenen Bilder. Mehr gibt es wie immer auf meiner Webseite.

Dieses Jahr fuhren wir also nach einer kurzen Pause wieder hin. Ich muss gestehen, meine Vorbereitung war eher mässig, um nicht zu sagen inexistent. Ich hatte zwar im Vorfeld mal kurz die Wetteraussichten studiert, dabei aber wohl vergessen, auf die Temperaturen zu achten. Ich ging einfach davon aus, dass es wieder so wird wie vor zwei Jahren. Nun, ich habe aber definitiv die Rechnung ohne den Wettergott gemacht. Um es kurz und knapp auf den Punkt zu bringen: Es war Saukalt! Überhaupt war das Wetter nicht so, wie man sich das für einen Spätsommer-Urlaub wünscht. Die meiste Zeit war es bewölkt und, wie gesagt, einfach nur Saukalt. Wir waren im Juni für zwei Wochen auf Island und haben weniger gefroren als diese zwei Wochen in Frankreich. Das lag aber weniger daran, dass es auf Island wärmer war. Nein, ich hatte ganz einfach die völlig falschen Klamotten eingepackt. Wie auch immer, es war mir eine Lehre und wird mir sicher nicht mehr so schnell passieren.

Gesurft wurde übrigens auch noch. Aber auch die Surfer hatten mit extrem schwierigen Bedingungen zu kämpfen. Dabei waren es nicht unbedingt zu hohe Wellen. Im Gegenteil. Schon zu Beginn des Contests war Geduld gefragt und dann vor allem auch zwischen den Viertelfinals und den Halb- bzw. Finals. Während die Viertelfinals noch am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein ausgetragen werden konnten. Mussten wir bis Mittwochnachmittag auf die Halbfinals und die Finale warten. Diese konnten dann bei besten Surfbedingungen ausgetragen werden. Nass wurde man aber auch als Zuschauer. Denn just in dem Moment, in dem die Frauen für ihren ersten Halbfinal ins Wasser glitten, fing es an zu regnen. Nun ja. Das tat der Stimmung keinen Abbruch und wir sahen einmal mehr fantastischen Surfsport, bei dem am Ende Carissa Moore bei den Frauen und Keanu Asing bei den Männern obenauf schwangen. Carissa Moore bezwang im Finale die neue Weltmeisterin Tyler Wright, die sich mit ihrer Finalteilnahme den vorzeitigen Titelgewinn sichern konnte. Für Keanu Asing war es der erste Sieg auf der Tour. Er bezwang im Finale Gabriel Medina, welcher sich seinerseits etwas näher an John John Florence in der Gesamtwertung heran schieben konnte.

Während der Tross nun nach Portugal (Männer) bzw. Hawaii (Frauen) weiterzieht, heisst es für mich ebenfalls Abschied nehmen von Hossegor, allerdings mit dem Ziel, in die kalte Schweiz zurück zu kehren.

4 thoughts on “Quiksilver Pro / Roxy Pro 2016 France

  1. Die Bilder sind toll. Ich Habe mit Sport und Action Fotografie nix am Hut, aber das würde mir auch Spass machen. Aber wieviele Bilder muss man machen, um ein Motiv wie das erste auf den Chip zu bannen? Ist da eine Nikon/Canon mit 300mm und 10B/s angesagt? In jedem Fall vielen Dank für die Bilder und die Geschichte dazu. Und komm gut an in der Schweiz.
    Gruß. Jörg

    1. Vielen Dank :). 10B/s sind sicher von Vorteil für ein solches Bild, aber nicht zwingend notwendig. Da kommt es mehr auf das Gespür für den richtigen Moment an. Wichtiger ist wohl die Brennweite. 300mm sind schon eher an der unteren Grenze. Ok, mit Crop bzw. einer modernen Kamera mit viel Auflösung, aus der man einen schönen Ausschnitt ziehen kann, mag das reichen. Vor allem wenn du die Bilder nur für die Webseite oder sogar Facebook/Instagram verwenden willst. Ich habe mehrheitlich mit 600mm, zum Teil sogar mit 1000mm (600mm + Konverter) fotografiert, da ich später dann auch ein paar grössere Abzüge machen will.

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