Gedankenbilder #11

Heute mit
  • Lightroom Update -> Buchmodul
  • noch einmal Nikon Z6/Z7 (Meinungen)
  • Portfolio Fotobuch für Ausstellung
Nur noch rund 3 Wochen, dann ist es endlich soweit – meine erste Ausstellung wird die Massen nicht nur in Scharen anlocken, sie wird auch für Tage und Wochen DAS Gesprächsthema Nummer 1 sein. Na gut, Träumen darf man ja 😉 Sicher jedoch ist, dass die Anspannung ganz langsam aber sicher steigt. Wie immer, je näher ein solches Ereignis kommt, verstärkt sich das Gefühl, nicht alles rechtzeitig hinzubekommen. Man muss noch dieses fertigmachen und auch jenes bereitstellen. Ich bin aber soweit auf Plan und durchaus optimistisch, am Tag X bereit zu sein. Die letzten Tage habe ich mich intensiv mit meinem Portfoliobuch beschäftigt, welches ich ebenfalls vor Ort auflegen will und das, neben den Exponaten, einen Überblick über meine Arbeit geben soll.
noir & blanc
Portfoliobuch
Das Buch habe ich in Lightroom erstellt und bei Blurb bestellt. Beides kenne ich aus der Vergangenheit und die Kombination habe ich schon einige Male verwendet. Hinzu kommt, dass Adobe dem Buchmodul in Lightroom ein paar neue Funktionen verpasst hat und gerade rechtzeitig vor dem Beginn meiner Arbeit das Update veröffentlicht wurde. Auch beim Angebot von Blurb hat sich einiges getan. So gibt es nun zusätzliche Papiersorten und weitere Buchformate. Unter anderem ist es jetzt auch möglich, seine eigene Zeitschrift oder ein Taschenbuch zu gestalten.
Natürlich bin ich mir bewusst, dass dies nicht das Mass der Dinge ist. Wer sich wirklich den Traum eines professionellen Fotobuches erfüllen will, muss da ganz andere Wege gehen. Sei es bei der Art, wie man die Fotos auswählt und zusammenstellt, sei es bei der Erstellung des Buches (z.B. mit InDesign), der Wahl des Papiers und der Produktion. Idealerweise arbeitet man dann natürlich mit einem Grafiker und weiteren Leuten zusammen, die das tagtäglich machen und mehr als nur eine Ahnung haben. Aber für ein einfaches Portfolio reicht das in meinen Augen schon.
Bildschirmfoto 2018-08-30 um 11.36.13
Letzte Woche habe ich ja schon über die Nikon Z6 und Z7 geschrieben und natürlich auch versucht, ein paar weitere Erkenntnisse zu gewinnen. Was man da im Netz alles zu diesem Thema findet ist unglaublich, lässt einem aber sehr oft auch schlicht die Haare zu Berge stehen (ok, bei meiner Haarpracht ist das eher symbolisch zu verstehen). Die Spannweite geht da von extrem sachlichen Berichten von Leuten, welche bei der Produktvorstellung vor Ort bzw. eingeladen waren und die Kameras auch schon in Händen hielten, bis zu kaum ertragbaren Nikon Bashing. Letzteres vornehmlich von „Fotografen“, welche sich, wie ich auch, die Informationen aus dem Netz ziehen und sich dennoch aufspielen, als seien sie… Aber lassen wir das. Was ich mich aber echt frage, wie man vor 10, 20 oder gar 50 Jahren überhaupt fotografieren konnte. Da werden heutzutage Funktionen gefordert, welche man nur schon vor 1 oder 2 Jahren nicht einmal kannte. Ich bin mir ganz sicher, dass genau die „Fotokünstler“, welche am lautesten schreien, kaum ein vernünftiges Bild auf die Reihe kriegen. Zu sehr beschäftigen sie sich mit der Technik und wenn es dann darum geht, ein Foto zu machen, wissen sie nicht mehr welchen Knopf sie jetzt drücken müssen.
Emily
Time Traveller
Natürlich gibt es ein paar Dinge, welche mich ein wenig ratlos zurücklassen, wenn ich mir die Neuvorstellungen von Nikon anschaue. Zum Beispiel frage ich mich schon, warum man ein neues, grösseres Bajonett einführt, um eben auch noch lichtstärkere Objektive bauen zu können, und dann die ersten Linsen mit einer Anfangsblende 4 veröffentlicht. Dass man sich aber dermassen aufregen kann, dass die Kameras nur über einen, ich wiederhole, einen Kartenslot verfügen und das ja mal gar nicht, aber überhaupt nicht geht, sorry Leute, da bleibt mir wirklich nur noch Kopfschütteln. Ich bin mir sicherlich bewusst, dass es Sparten gibt, bei denen es ein beruhigendes Gefühl gibt, wenn die Kamera über zwei Slots verfügt und somit sofort ein Backup erstellt wird. Ich denke da jetzt vor allem an Hochzeitsfotografen. Aber wer ist das schon, zumindest Professionell (im Sinn von: Ich muss davon leben, professionell sind wir ja alle). Aber sonst? Ich fotografiere seit 2003 digital, habe einige Jahre für diverse Zeitungen und Agenturen Sport fotografiert. In all den Jahren habe ich genau 2 Bilder verloren, weil irgend ein Kartenfehler aufgetreten ist. Ich habe keine Ahnung, wie viele tausend Fotos in diesen Jahren entstanden sind, kann also keinen Prozentsatz angeben. Man kann sich aber sicherlich leicht vorstellen, dass diese Zahl verschwindend klein ausfallen dürfte.
Ich schliesse das Thema jetzt mal, werde es aber sicherlich noch einmal aufgreifen. Vielleicht in einer „Special Edition“ meiner Gedankenbilder. Einerseits, weil ich noch einiges zur Thematik loswerden möchte und andererseits muss ich noch zwei Shootings vorbereiten, welche in den nächsten Tagen anstehen. Und wisst ihr was? Ich werde dann wohl auf meine kleine, popelige X-T2 zurückgreifen und ein paar tolle Fotos machen, welche ausgedruckt in irgendeiner Form mein Auge beglücken.
In diesem Sinne, habt eine gute Zeit und vergesst nicht zu fotografieren. Und wenn ihr denkt, dass dieser Blog ziemlich polemisch ausgefallen ist, wartet’s ab, das war erst der Anfang ;-).
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2 Gedanken zu “Gedankenbilder #11

  1. Hinsichtlich der Nikon-Neuvorstellungen sprichst Du mir aus der Seele! Kaum zu fassen, welchen Schwachsinn man da zum Teil lesen muss!
    Ach, und natürlich: Tolle Bilder!

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