Gedankenbilder #12

Heute mit Ausstellung und YouTube Trolls…

Letzte Woche gab es leider keine Gedankenbilder. Grund dafür waren die letzten Vorbereitungen für meine Ausstellung. Obwohl ich voll im Zeitplan lag, wurde es die letzten Tage doch noch ein wenig hektisch. Aber jetzt hängen die Bilder und ich bin echt gespannt auf die Reaktion der (hoffentlich) zahlreichen Besucher. Für Alle noch einmal der Hinweis, dass es sich nicht um eine klassische Fotoausstellung handelt. Gezeigt werden Bilder des Malers Ferdinand Seiler und eben Fotos meiner Wenigkeit.

happy

Was mich beim hängen der Bilder jedoch am meisten beeindruckt ist die Tatsache, wie viele Gemeinsamkeiten und, auf der anderen Seite, Gegensätze wir geschaffen haben. Das scheint jetzt im ersten Moment nichts außergewöhnliches zu sein. Wenn man aber weiss, dass wir uns im Vorfeld nicht über die einzelnen Motive abgestimmt haben, sondern nur das Thema definierten, ist das aus meiner Sicht doch sehr erstaunlich. Natürlich war ich ganz zu Beginn für eine Stunde im Atelier von Ferdinand und habe einige Bilder gesehen. Und natürlich wusste ich ab dem Zeitpunkt ungefähr die Richtung, in welche seine Auswahl gehen würde. Mehr aber nicht. Vor allem aber wusste Ferdinand überhaupt nicht, was für Fotos ich ausstellen werde. Viele davon sind erst in den letzten Wochen entstanden.

in the mirror

Ich will jetzt hier an dieser Stelle nicht zu viel verraten, möchte aber dennoch ein Beispiel geben. So gibt es eine wunderbare Gegenüberstellung von Jugendlichkeit, Frische, Leben und eben Alter, Tod, Morbidität. Das ist, wie gesagt, nur ein Beispiel, es gibt noch viel mehr zu entdecken. Ich werde sicherlich nächste Woche ein paar Impressionen zeigen – spätestens aber in zwei Wochen.

Im Zusammenhang mit dieser Ausstellung ist mir einmal mehr bewusst geworden, um was es Letztendlich in der Fotografie geht. Es geht einzig und allein um das Bild. Nicht mehr und auch nicht weniger. Diese Erkenntnis reicht mir, um einmal mehr auf mein aktuelles Lieblingsthema zu sprechen zu kommen.

In den letzten Tagen durften wir ja ein wahres Feuerwerk an Neuvorstellungen von Kameras und Objektiven erleben. Nach Nikon hat auch Canon ihr „erstes“ spiegelloses System vorgestellt und auch Fujifilm hat mit der X-T3 einen Nachfolger der X-T2 präsentiert. Panasonic und Olympus warten noch etwas zu, haben aber auch entsprechende Ankündigungen gemacht. Nun, man kann von den Neuvorstellungen halten was man will. Was da aber im Internet abging war an Wahnsinn kaum zu übertreffen. Jeder, aber auch wirklich jeder der, einen eigenen Youtube-Kanal hat, musste in irgendeiner Form seinen Senf dazu geben. Ich habe das ja vor zwei Wochen schon einmal angesprochen, muss aber noch einmal darauf zurück kommen. Vor allem möchte ich zwei Beispiele herauspicken, die mir ganz besonders gut gefallen haben. So meinte ein „Kollege“ aus Deutschland: „Sicherlich muss man erste Erfahrungen abwarten, vor allem, weil noch niemand die Kamera (Nikon Z7) in den Händen hielt und damit gearbeitet hat“. Halloooo… zur gleichen Zeit konnte man einem anderen Fotografen bei der Arbeit zusehen, der schon etliche Shootings mit der Kamera gemacht hat. Ein „Fotograf“ mokierte sich über all die Datenblattableser (was für ein wunderbares Wort), hatte selber aber noch keine Kamera in der Hand und musste deshalb seine Weisheiten aus den rund 36 ausgedruckten Seiten ablesen. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

shadows

Ich bin mir natürlich bewusst, dass Fotografie immer auch (viel) mit Technik zu tun hat. Aber hey Leute, es geht letztendlich wirklich nur um eines, und das ist das Bild. Fehlende  Kreativität kann keine noch so durchdachte und mit den allerletzten Features ausgestattete Kamera kompensieren. Ich frage mich echt, wie man noch vor wenigen Jahren überhaupt fotografieren konnte (Stichwort 2. Kartenslot).

Ich hör jetzt hier auf mit dem Thema, obwohl ich mich noch stundenlang darüber auslassen könnte. Wenn ich mich einmal auf ein Thema eingeschossen habe, kann ich mich kaum mehr bremsen. Ich denke aber, es wird langsam langweilig für euch da draussen.

Aus diesem Grund wende ich mich wieder dem Fotografieren zu und plane meine nächsten Projekte. Denn schliesslich ist nach der … auch vor der… 😉

Ich wünsche euch eine schöne Woche und vergesst nicht zu fotografieren.

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