Gedankenbilder #15

In der neusten Ausgabe der Nikon Pro gibt es einen interessanten Artikel: „Real versus Digital“. Dabei geht es darum, ob eine reale Ausstellung in einer Galerie derjenigen einer digitalen Präsentation vorzuziehen ist, dem Fotografen letztendlich also mehr bringt, um sich und seine Arbeit bekannt zu machen. Um es kurz zu machen: Ja, im Endeffekt ist eine physische Ausstellung einer Digitalen immer vorzuziehen (sofern denn die Möglichkeit dazu besteht). Die Gründe sind ebenso einfach wie einleuchtend.

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Selbstredend ist eine digitale Ausstellung vom finanziellen Aspekt her viel lukrativer, da kaum Kosten entstehen. Aber die Auseinandersetzung mit den eigenen Bildern ist in der realen Welt um ein vielfaches grösser. Nicht umsonst heisst es, man soll ein Bild ausdrucken und an die Wand hängen. Nur wenn es dir auch nach einer Woche, einem Monat oder gar einem Jahr noch gefällt, ist es wirklich gut. Dazu kommt die Wahl des geeigneten Papiers und des passenden Rahmens. In der Kombination dieser Komponenten und der richtigen Zusammenstellung beim Hängen der Bilder zeigt sich die Qualität des Fotografen (selbstverständlich auch der Fotografin), bzw. der Fotografie.

Nicht zu vergessen ist natürlich auch der soziale Aspekt. In einer Galerie trifft man auf Menschen, denen man sonst wohl nie begegnen würde und man erhält ein unmittelbares Feedback zu der eigenen Arbeit. Die Besucher haben viel mehr Zeit, sich wirklich mit den Bildern auseinander zu setzen. Man kann sich mit ihnen über die Fotos unterhalten und erfährt so, was ein Bild beim Betrachter auslöst (oder eben nicht). Dieses Feedback nützt wiederum dem Fotografen, um sich die nächsten Schritte seines Schaffens zu überlegen.

Diese unmittelbare, physische Auseinandersetzung entfällt bei der digitalen Ausstellung. Natürlich erhält man auch dort Feedback in Form von Kommentaren. Aber sind wir einmal ehrlich, ausser „wunderbar“, „toll“, „atemberaubend“ und so weiter ist da nicht viel mehr zu erwarten. Es ist nicht möglich in die Gesichter der Besucher zu schauen, Emotionen, welche gute Bilder auslösen können, bleiben im Verborgenen.

 

Wie schon zu Beginn geschrieben, die Sache ist relativ einfach. Eine physische Ausstellung ist einer Digitalen immer vorzuziehen. Das bedeutet aber nicht, dass man nicht trotzdem dem eigenen digitalen Auftritt genau so viel Aufmerksamkeit und Sorgfalt entgegenbringt. In der heutigen Zeit kann man nicht mehr ohne und nur die Kombination führt letztendlich zum Erfolg.

In diesem Sinne, bis zur nächsten Woche und vergesst nicht zu fotografieren.

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