Gedankenbilder #19

Heute mit
– neue Version von Capture One Pro (12)
– Einzelbild versus Strecken

Es ist ein offenes Geheimnis – ich bin ein Fan von Capture One Pro. In der Vergangenheit habe ich schon das eine oder andere Mal darüber geschrieben, wieso und warum ich mich von Lightroom als RAW-Entwickler abgewandt und seit einiger Zeit meinen Workflow auf C1 Pro aufgebaut habe. Nun, in den letzten Wochen ist meine Begeisterung noch einmal gestiegen.

Model | Lia Yanova

Denn trotz aller Begeisterung gab es auch ein paar Dinge, die mir nicht so gefallen haben. Als das wären
– Keine native Unterstützung der Fuji Kameras
– Die suboptimale Funktion des Verlaufswerkzeuges
– Die fehlende Alternative zum Radialtool in Lightroom

Das und noch viel mehr hat sich also in den letzten Versionen geändert. Zuerst die freudige Nachricht, dass Phase One nun endlich mit Fujifilm zusammenarbeitet und somit auch die Kameras in C1 Pro erkannt und unterstützt werden (mitsamt den original Filmsimulationen). Somit konnte ich ab Version 11.3 endlich wieder richtig Tethered schooten. Also nicht via Hilfsprogramm und Hotfolder mit anschliessendem Copy-Paste der Einstellungen. Sondern einfach so, Kamera anschliessen, Einstellungen definieren, fotografieren. Glücklich werden.

Blieben also „nur“ noch zwei Wünsche offen (na ja, es gibt noch ein paar mehr, aber lassen wir das…). Gestern Donnerstag veröffentlichte Phase One C1 Pro Version 12. Und … Trommelwirbel … mit neuem Verlaufs- und Radialtool. Nichts bahnbrechend Neues, im Prinzip identisch mit Lightroom, aber hey, mehr wollte ich doch gar nicht. Ab sofort kann man noch feiner, noch exakter Korrekturen vornehmen. Die neuen Werkzeuge zusammen mit der Ebenenfunktion bringen mich nun schon sehr sehr nahe an meine Wunschvorstellung, in Zukunft meine Fotos nahezu zu 100% in C1 Pro zu bearbeiten und wirklich nur noch den Feinschliff in Photoshop zu machen.

Was war da noch? Ach ja. In Zeiten von Facebook und Instagram gewinnt das Einzelbild immer mehr an Bedeutung. Im Grunde genommen muss doch nur noch DAS Knallerbild aus Hunderten auswählen und schon bin ich dabei. Eines von vielleicht 500 oder 1000, sollte doch möglich sein. Viel Spannender und Aussagekräftiger ist es, eine Strecke von 10, 15 oder gar 20 Bilder zu machen. Klar, ich bin mir bewusst, dass nicht alle 15 dann auch wirklich sogenannte Knaller sind, aber zusammen in der Strecke kann so auch die „2. Garde“ ein wahrer Blickfang werden. Ich komme immer mehr zu der Überzeugung, dass es viel interessanter ist, in Strecken zu denken und zu fotografieren.

Natürlich soll das kein Freibrief für schlechte Fotos werden. Im Gegenteil. Das wäre dann ja so, wie wenn ich aus einem schlechten Farbfoto eine Schwarzweiss-Umsetzung machen würde und dann behaupte, ein guter Fotograf zu sein.

Das ist übrigens keine Erfindung meinerseits. Erst kürzlich habe ich irgendwo in den Tiefen des Internets eben genau diese Aussage gelesen. Da hat sich doch tatsächlich jemand zur Aussage hinreissen lassen (sinngemäss): „Wenn ich nicht sicher bin, wie ich ein Farbfoto bearbeiten soll, wandle ich es eben einfach in Schwarzweiss um, das kommt dann schon gut“. Vielen Dank – You made my day 🙂 

In diesem Sinne, bleibt interessiert und und vergesst nicht zu fotografieren.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.