Gedankenbilder #21

2018 war irgendwie ein verrücktes, ein spezielles Jahr. Das habe ich auch von anderen Menschen immer wieder gehört und so manch einer meinte froh zu sein, dass es bald vorüber ist. Nun, zum Ende eines Jahres kommt er fast so sicher wie das Amen in der Kirche: Der Rückblick. Und da ich nicht auf Teufel-komm-heraus anders zu sein versuche, mache ich das heute auch. Ich habe mir dafür drei Schwerpunkte ausgesucht.

Das Bild des Jahres

Ansel Adams sagte einmal: „12 gute Fotos in einem Jahr sind eine gute Ausbeute“. Und auch wenn ich denke, mehr als 12 gute Fotos in 2018 gemacht zu haben, beschränke ich mich an dieser Stelle sogar auf nur ein Einziges. 

Sicher, man kann sich darüber streiten, ob genau dieses Foto mein Bestes aus 2018 ist. Ich habe es aber ausgewählt, weil es für mich mehr ist als nur ein Foto. Da steckt ganz viel Emotion, Gefühl und Erinnerung mit drin. Entstanden ist es im Juni in Rom, gleich neben dem Petersdom. Nun, eine Reise nach Rom ist in der heutigen Zeit nichts aussergewöhnliches mehr. Was diesen Kurztrip für mich aber so speziell gemacht hat ist die Tatsache, einen lieben Menschen getroffen und fotografiert zu haben (nein, es war nicht der Papst ;-)). Schon am ersten Tag unseres Aufenthalts haben wir Alessandra getroffen und sie hat uns „ihre“ Stadt gezeigt, hat viel Zeit für uns geopfert. War mit uns am Abend zusammen mit ihrem Freund Abendessen. Wir haben viel gelacht, diskutiert und gestaunt. Kurzum, wir hatten einfach eine gute Zeit mit einem wunderbaren Menschen in einer bemerkenswerten Stadt.

Dieses Bild steht aber auch noch für etwas anderes. Quasi für einen Neubeginn, welcher zwar nicht in Rom oder mit diesem Shooting seinen Anfang gefunden hat, aber ein wichtiger Schritt in diese Richtung markiert. Ich habe schon das eine oder andere Mal kurz darüber geschrieben, wohin diese Reise gehen soll, deshalb gehe ich jetzt nicht noch einmal darauf ein (vielleicht später, wenn ich nicht all zu viel geschrieben habe bis dahin), ihr werdet es sehen. Kommen wir also zum

Highlight des Jahres

Mein ganz persönliches Highlight des Jahres war sicherlich meine erste Ausstellung im September in der GalerieOne. Es ist schon ein ganz spezielles Erlebnis, wenn du deine Fotos in einer so entspannten Atmosphäre und einer schönen Location der Öffentlichkeit präsentieren darfst. Während dieser Woche habe ich viel positives Feedback erhalten. Auch ein wenig Kritik einstecken müssen, aber über allem gesehen habe ich vor allem viel gelernt. Was für mich das Ganze so speziell gemacht hat ist die Tatsache, dass ich nicht einfach «nur» eine Fotoausstellung gemacht habe, sondern meine Fotos zusammen mit den Werken eines aussergewöhnlichen Künstlers ausstellen durfte. Wer dort war, weiss wovon ich rede. Es war unheimlich spannend, meine Fotos im Kontext mit den Bildern von Ferdinand Seiler zu sehen. Das fast Unglaubliche an der Geschichte ist ja, dass wir uns im Vorfeld kaum abgesprochen haben, was wir den ausstellen wollen und dennoch eine extrem harmonische, sich ergänzende Bildauswahl finden konnten.

Ich bedanke mich an dieser Stelle noch einmal bei RitaMaria Wepfer-Tschirky für die einmalige Gelegenheit und den Glauben (an mich), dass diese Idee funktioniert. Und natürlich bedanke ich mich auch bei Ferdinand Seiler, dass er sich auf dieses Experiment eingelassen hat und seine Ausstellung mit mir geteilt hat.

Die andere Seite des Lebens

Wo Licht ist, ist auch immer Schatten. Das musste ich dieses Jahr ganz schmerzlich erfahren. Es sind die Dinge im Leben, die man niemandem wünscht, welche aber zum Leben gehören und unvermeidlich sind. In solchen Situationen wird einem auf einen Schlag bewusst, was wirklich zählt, was wirklich wichtig ist im Leben. Man muss nur die richtigen Schlüsse ziehen.

Schlusswort

Zum Schluss möchte ich mich noch bei meiner Frau (und Visagistin) bedanken. Ich weiss, dass es nicht immer einfach war in den letzten 12 Monaten (wobei es eigentlich nie ganz einfach ist mit mir). Wir hatten einige Kämpfe und Stürme zu bewältigen und waren uns nicht immer einig. Dennoch hat sie stets zu mir gehalten und mich auf meinem Weg unterstützt. Es tut gut einen solchen Menschen an seiner Seite zu haben. Nicht weniger bedanken möchte ich mich bei meinen Söhnen. Auf ihre ganz spezielle Art und Weise haben auch sie mich tatkräftig unterstützt und die Kraft gegeben, das zu tun, was ich liebe und was ich will. Ich bin stolz darauf, ein Teil dieser Familie zu sein.

Und dann sind da noch all die lieben Menschen, denen ich in 2018 begegnet bin. Seien es die Modelle, welche ich fotografieren durfte, seien es die Besucher meiner Ausstellung oder ganz einfach all jene, welche mein fotografisches Wirken mit Interesse, Würdigung oder Kritik begleitet haben. Es würde zu weit führen, hier Alle namentlich zu erwähnen und Einzelne heraus zu greifen und wäre nicht fair den Anderen gegenüber.

In diesem Sinne freue ich mich auf ein spannendes 2019. Jetzt mache ich erst einmal Pause, dennoch gilt: Bleibt interessiert und vergesst nicht zu fotografieren. Wir sehen/hören/lesen uns in 2019 wieder.

Werbeanzeigen

2 Gedanken zu “Gedankenbilder #21

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.