Gedankenbilder #22

Heute mit:
– Die ersten Gedankenbilder 2019
– Wenn einer eine Reise tut…
– Entweder oder

Endlich angekommen in 2019. Die Zeit um den Jahreswechsel dient mir immer auch ein wenig, um abzuschalten, auch wenn ich die Tage über Weihnachten und Neujahr alles andere als wirklich entspannend finde. Und das, obwohl ich eigentlich nie grosse Pläne für diese Zeit habe und meine Besuche/Besucher auf ein Minimum beschränke. Dennoch habe ich mir erlaubt, quasi noch ein paar Tage anzuhängen, was aber auch wiederum nicht bedeutet, nicht schon an neuen Projekten gearbeitet bzw. umgesetzt zu haben.
Wer kennt ihn nicht, den Spruch „Wenn Einer eine Reise tut, hat er was zu erzählen“ (kleine Zwischenbemerkung: beim aktuellen Stand betreffend Allgemeinwissen, bin ich mir zwar gar nicht mehr so sicher, wie bekannt der Spruch ist, aber zum Glück gehört mein Umfeld nicht unbedingt zu dieser Kategorie und ich richte mich ja bekanntlich auch nicht unbedingt an Dschungelcamp-Interessierte…). Aber zurück zum eigentlichen Thema. Also, wer eine Reise tut, hat was zu erzählen. Das ist nun einmal Fakt. Spannend aber wird es, wenn man eine Reise erst am planen ist und trotzdem schon die eine oder andere Anekdote loswerden kann.

In den vergangenen Tagen habe ich mich sehr intensiv mit zwei Shootingtrips beschäftigt. Der Eine geht im März nach Rom, der Andere ist für Ende April in Belgien geplant. Während Rom innerhalb weniger Stunden abgehakt war, kämpfe ich noch immer mit den verschiedensten Umständen für die Reise nach Belgien. Klar, in Rom werde ich wieder mit Alessandra shooten. Sie kennen wir schon etwas länger und hatten auch letztes Jahr ebenfalls in Rom eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit. Das war eigentlich von Anfang an klar, dass, wenn sie Zeit hat, alles problemlos über die Bühne gehen wird. Aber auch mit dem zweiten Modell, welches ich angefragt hatte, gab es überhaupt keine Probleme. Anfrage gestellt – Details geklärt – Erledigt. Alles Weitere wird sich ergeben.

Ganz anders verlief bisher die Organisation für Belgien. Obwohl ich mit beiden bisher angefragten Modelle schon länger in Kontakt bin und sie mir immer wieder zu verstehen gaben, gerne einmal mit mir zusammen zu arbeiten, kommt die Sache nicht so richtig in Schwung. Dabei geht es aber im Wesentlichen um die banalsten Dinge, sprich, nur schon zwei (klare und essentielle) Fragen werden partout nicht beantwortet – oder, wenn, erst nach mehrmaligem Nachfragen. Echt jetzt? Mädels, ist es so schwierig eine Nachricht zu lesen, zu verstehen und klar und einfach zu beantworten? Ein einfaches Beispiel, damit ihr versteht was ich meine:

  • Ich so: „Hast du Zeit und Lust am xx.xx.xxxx mit mir ein Shoot zu machen?“
  • Sie so: „Ja, sehr gerne.“
  • Ich so: „Arbeitest du auf Tfp- oder Pay-Basis“?
  • Sie so: „Ich bin zwar bis am Sonntag in Stockholm, aber am Montag würde es gehen“. Am Montag wollte ich eigentlich wieder zurück in der Schweiz sein und lag deshalb ausserhalb der angefragten Zeitspanne, aber hey, ich bin ja flexibel. Also, neu geplant.
  • Ich so: „Klappt, ich kann meinen Aufenthalt um einen Tag verlängern. Also, wie ist das nun: Tfp oder Pay?“
  • Sie so: „Oh, ich bin extrem müde und gehe jetzt schlafen, melde mich morgen bei dir.“Am nächsten Abend (!!!), auf meine PN kam dann folgende Antwort: Sie müsse erstmal ihren Rückflug checken, ob das mit Montag klappen würde (mittlerweile sind übrigens schon fast 4 Tage vergangen).
  • Ich so: „[sprachlos] Dachte mir ja eigentlich, das wäre schon vorher geklärt gewesen. Dann: und, noch einmal, Tfp oder Pay?“
  • Sie so: „Ich arbeite nur auf Pay-Basis.“ (Aha, ok, gut und wie wären dann die Konditionen… Fragen über Fragen).

Zum Zeitpunkt, da ich diesen Blog hier schreibe, ist die Geschichte noch nicht abgeschlossen und ich kann aktuell noch nicht wirklich sagen, ob es zu einer Zusammenarbeit kommen wird oder nicht. Ich wundere mich halt einfach, wie schwierig es manchmal sein kann, eine simple Frage zu beantworten. Wäre doch eigentlich ganz einfach und alles Weitere kann man dann ja in den kommenden Tagen noch besprechen. Ist ja noch ein wenig Zeit bis dahin.

Themawechsel. In der heutigen Zeit verlangt man immer mehr, sich auf ein Gebiet zu spezialisieren. Gerade auch in der Fotografie. Klar ist es von Vorteil, wenn man sich ein wenig auf ein Thema „einschiesst“, sprich, also nicht unbedingt heute Portraits macht und morgen Blümchen und übermorgen was-weiss-ich. Ich frage mich nur, ob eine solche Einstellung in Bezug auf die Fotografie nicht eher hinderlich ist, da sie den Blick doch in gewissem Sinne auch stark einschränkt. Manchmal ist es doch von Vorteil, einmal über den Tellerrand zu schauen und vielleicht den einen oder anderen Stil zu kombinieren. In der Musik ist das ja auch gang und gäbe und es können daraus auch ganz interessante und neue Sachen entstehen. Das gilt jetzt natürlich nicht nur für das Objekt, welches man ablichtet, sondern z.B. auch für die Aufnahmetechnik. Gerade die Fotografie bietet sich doch an, ein wenig zu experimentieren und auszuprobieren. Dass dabei unter Umständen nicht unbedingt Insta-taugliche Fotos entstehen (wobei, was heisst das schon), darf dabei keine Rolle spielen. Schliesslich sollte man aus Leidenschaft und vor allem auch für die persönliche Weiterentwicklung fotografieren. Auch wenn, siehe oben, die Fotografie manchmal auch eine Leidenschaft ist, welche Leiden schafft…

In diesem Sinne. Bleibt interessiert und vergesst nicht zu fotografieren.

Nachtrag 21.01.2018: Dieser Blog sollte eigentlich am 18.1. (automatisch) veröffentlicht werden, aber irgendwie scheint dieses doofe WordPress zu machen, was es will…

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3 Gedanken zu “Gedankenbilder #22

  1. Guten Morgen Daniel,
    Ja, Djungelcampinteressierte zauberte mir schon ein stärkeres Lächeln in die Seele….. 😊 und die Schilderung Deines „Gesprächs“ ruft in mir doch Erinnerungen hervor. Es scheint manchmal so zu sein, dass es eine andere Sprache ist, in der man zu kommunizieren versucht. Ich frage mich auch, ob irgendetwas unklar formuliert wurde, aber ich habe – um zu Deinem obigen Schlüsselwort zurück zu kommen- dann probiert, die Sache in Djungelcamp-Art zu versuchen: (erster Versuch gescheitert, ähnliche Antworten, wie bei Dir….dann…)
    „Hey xxx, tfp oder pay“
    Da ich, wie Du, irgendwann nur noch diese Frage schrieb, kam eine Antwort. Ich lernte dann bei bestimmten Leuten: KEINE Schachtelsätze! EIN Thema pro Message, ja nicht mehr. (Eine Antwort, wenn überhaupt, erfolgt dann nämlich immer nur auf den letzten Aspekt)
    Vielleicht ist es eine Folge der Medien-Nutzung. Meinem Sohn (16) sage ich hin und wieder auch, ob er das ganze nicht mal in ganzen Sätzen sagen könne, so mit Komma und Adverben oder Adjektiven…. 😂
    Eine schöne Woche wünsche ich Dir, Olaf

    1. Hallo Olaf,
      vielen Dank für deinen Kommentar und vor allem auch deinen Tip, einfache Sätze zu verwenden. Ich werde mir das zu Gemüte führen und beim nächsten Mal definitiv anwenden. Mal schauen, ob es bei mir die gleiche erfolgreiche Wirkung hat.

      Die Woche ist zwar schon fast um, ich wünsche dir dennoch eine wunderschöne Zeit.
      Gruss, Daniel

  2. In der heutigen Zeit wird leider oft nur noch der erste Satz einer Email oder sonstigen Nachricht gelesen… und sogar der nur zur Hälfte….sogar im Bereich von einem Pensionärs Apero einer Arbeitskollegin:
    „…An- oder Abmeldung inkl. Angabe ob nur für Apero oder auch zum Essen bis am xx.xx.xxxx an …..“ war schon zuviel information für ca. 12 von 18 Personen. Nach dem „An- oder Abmelden“ wurde aufgehört zu lesen.

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